Sommertage an und auf der Schwäbischen Alb

Wanderungen umfassen heute oft neben dem Bewegungsangebot und der Wahrnehmung geographischer Einzel- und Besonderheiten auch Möglichkeiten zu kultureller oder sonstiger Vertiefung. Dass dies kein Nachteil sein muss, haben wir gerade an und auf der Schwäbischen Alb erlebt.

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Das Randecker Maar am Albtrauf hinter Weilheim ist seit jeher eine geologische Besonderheit: Ein ehemaliger Vulkanschlot bildete zunächst einen See, der schon lange entwässert ist. So entstand eine Lücke im sonst bis zu 500 Meter hohen Steilanstieg.

Zugvögel nutzen diese Einkerbung gerne auf ihrem Weg nach Süden. Seit über 50 Jahren gibt es dort eine Station zur Zugbeobachtung.

Randecker Maar am Albtrauf

Nach 2012 und 2015 findet dort in diesem Sommer bereits zum 3. Mal ein ‚Kunst- und Aktionspfad‘ statt. Initiiert von einer ansässigen Jugendhilfeeinrichtung, der Ziegelhütte.

Nicht nur Skulpturen und Installationen säumen die Wanderwege, sondern es finden auch Märkte, Führungen und Konzerte statt.

EIngangstor zum Pfad mit Noah und Herakles
Der Drache

In Kombination von Kunst und Kultur ergeben sich interessante Ausblicke auf die Hochfläche der schwäbischen Alb .

Lunch atop Schwäbische Alb

Wer genug hat von den aktuellen Hinzufügungen zu der Landschaft, kann leicht abbiegen in eine andere ruhige, sogar moorige Atmosphäre.

Ein Moor auf dieser karstigen und durchlässigen Kalkhochfläche? Es ist das einzige auf der Schwäbischen Alb! Entstanden durch eine darunter liegende undurchlässige Tonschicht.

Es lassen sich nach Gusto verschiedene Kombinationen zusammenstellen.

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Schloss Filseck liegt hoch über dem Filstal und ist beliebt für Ausflüge und Wanderungen. Von unserem Standort bot sich eine Rundwanderung von 12 km Länge an. Je näher wir kamen, desto deutlicher wurde, dass es nicht nur von intensiv genutzter Landwirtschaft umgeben ist (Mais, Mais, Mais), sondern auch von zu begehenden Attraktionen wie zum Beispiel einem Schwebenden Pfad und Baumstammskulpturen.

Je näher man kommt, desto gestalteter und kultivierter ist die Landschaft, bis hin zu dem das Gebäude umgebenden Park und einem Schaugarten.

Eingang zum geschlossenen Vierflügelbau

Doch der eigentliche Anlass unseres Besuches war eine Ausstellung der Galerie im Ostflügel, die von der Kunsthalle Göppingen bespielt wird. „ Sinnverlust ist Lustgewinn“ – Karikaturen von F. W. Bernstein. Sehr gut bekannt noch von seinen Beiträgen in den Zeitschriften ‚Pardon‘ und ‚Titanic‘ (Neue Frankfurter Schule)

Titelbild Flyer

Hier also auch wieder eine wunderbare Kombinationsmöglichkeit von Natur, Kultur und Kunst. Leider gestört von der Tatsache, dass das angeschlossene Restaurant ausgerechnet zu den Öffnungszeiten der Ausstellung Mittagspause machte. Keine Erfrischung für die Wanderer, sondern so eine Art schwäbische Kehrwoche.

Etwas entschädigt wurden wir durch die herrliche Aussicht auf die drei Kaiserberge.

Hohenstaufen 684m; Rechberg 708m; Stuifen 757m

Die Attraktion, die uns am meisten ansprach und beeindruckte, war das ‚Kugelnest‘ inmitten ausgedehnter Maismonokultur.

Von weiter weg
Von näher dran

Einfach so in der Landschaft steht da eine Kugel aus armdicken Hölzern auf fünf baumdicken Stelzen. Wozu, warum?

Es gibt einen Einstieg, direkt von unten. Und hier, im Innern offenbart sich, dass eine andere Welt als der vertikal nach oben strebende Mais existiert. Strukturen kreuz und quer halten das runde Gebilde. Eine grob geknüpfte Hängematte lädt ein zum Verweilen und Betrachten des Himmels.

Drin

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Schön wars! Vielen Dank an Familie Bü.!

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