Badische Geschichte(n)

Dieser Beitrag gliedert sich in drei Abschnitte:
21. und 24.11.2017 – An- und Abreise (ganz unten),
22.11.2017 – ‚Sasbacher Geschichten‘ (oben),
23.11.2017 – ‚Achern aktiv‘ (in der Mitte).
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Anlass für diese ganze Unternehmung war das Wiederfinden eines Kindergarten- und Grundschulfreundes und eine Verabredung zu dritt zu einem Wiedersehen nach über 55 Jahren.
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Text und kurzer Film sind ein Gastbeitrag vom alten Freund Karl-Lutz:
Hier zunächst der Text:

Otmar ist eine schon fast mythische Figur aus meiner Kindheitszeit in Sasbach (das ist gute 60 Jahre her). Ihn umwitterte schon damals etwas Starkes und Unabhängiges, sehr Besonderes. Nun erfuhr ich von seinen Leidenszeiten, von den Verleumdungen, die er erdulden musste. Er gehörte wie Uwe und ich zu den „Zugeschmeckten“, die nach dem Krieg von der stockkatholischen Dorfbevölkerung nur mühsamst „integriert“ werden konnten.
Uwe war mein liebster Freund und Spielkamerad in jenen Tagen.Er hatte ein warmherziges Elternhaus, in dem ich gerne und oft zu Gaste war und da war noch ein Nussbaum im Garten, auf dem wir nach Herzenslust klettern konnten.
Diese Beiden traf ich nun wieder an einem strahlenden Novembertag, einem Tag wie aus „Samt und Seide“, wie meine Mutter zu sagen pflegte.Uwe hatte ich nie ganz aus den Augen verloren, er hatte wie ich im Sommer eine mehrwöchige Alpenwanderung unternommen („In den Ruhestand gehen“), er schien mir etwas schmal geworden, fast ein wenig zerbrechlich. Ich fühlte, dass ich ihn immer noch gleich lieb hatte.
Otmar sah ich nach 60 langen Jahren zum ersten Mal wieder. Weiss Gott,ich hätte ihn nicht wieder erkannt! Ich wusste nur, dass er als Kapitän grosser Schiffe um die Welt „geschippert“ war, inzwischen hatte ich erfahren, dass er wie Uwe und ich die Anthroposophie gefunden hat und auch eigene spirituelle Pfade beschreitet.
Wir spazierten alte Wege ab, grüssten die frühen Wälder und ergänzten Erinnerungen.Wir besuchten das Turennemuseum und tafelten im „Rössle“. Wir schieden als Brüder im Geiste und erneuerten einen alten Bund.
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Die drei Kindergarten- und Grundschulkumpels Uwe, Otmar und Karl-Lutz:

Spät herbstliches Schwarzwad-‚Glühen‘ Ende November:

Text und kurzer Film sind ein Gastbeitrag vom alten Freund Karl-Lutz:
Hier nun das kurze Video:

„Seems like I been down this way before…“
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23.11.2017

Dass die Acherner schon immer aktiv gewesen sind, beweist eine Tafel am Gasthaus „Zur Hoffnung“:

Ganz unrevolutionär, aber dennoch höchst interessant hatte sich am Vortag eine Pre-Vernissage ergeben:
Sogar der Künstler selbst war anwesend:
Auch seit über 50 Jahren eine alte Freundschaft. Danke, Alex!
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Am 23.11. war aber nun eine andere Acherner Aktivität gefordert:
Was lag näher, als eine Fußwanderung auf den höchsten Berg des Nordschwarzwaldes zu unternehmen –
und wieder hinab.

Bis zur Gipfelhöhe von 1164 m war da einiges an Aufstiegen zu bewältigen:
Zum Glück boten beim stundenlangen Aufstieg immer wieder ansprechende Ausflugslokale Erquickung und Erfrischung an:
Hohritt:

Etwas höher gelegen Breitenbrunnen:

Aber halt — diese Lokalitäten waren zu meiner Kinder- und Jugendzeit einladend geöffnet …
nunmehr überwiegend dem Verfall und Versteigerungen und kreativen Investoren überlassen.

So blieb nach dem Gipfelsturm die Hoffnung auf den immer betriebsamen Rummelsee, doch auch hier:

Dann gab es nach dem Aufstieg aus der Rheinebene (1254 Hm) nur noch den Abstieg ins hintere Achertal (1089 Hm) mit zwischenzeitlichem Tanken des im vorletzten Monat des Jahres raren Sonnenvitamines D:

Am Spätnachmittag beim Übergang vom Nadel- zum Laubwald immer wieder intensives Schwarzwald-‚Glühen‘:

Der abendliche Blick auf die Statistik stimmte ganz zufrieden: 28,11 km; 07:07:38 h; 2.101 Kalorien.

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Und die Fahrten? Wie bei der Ersterfahrung im Fl*xbus: angenehm, langatmig, preislich günstig.
Im Alter von 16+ ist äußerliche Unterstützung bei Sitzzeiten von 8 und mehr Stunden angesagt:

Am (in Europa sich seit einigen Jahren etablierenden) Black Friday heißt es bei den sog. ‚Schnäppchen‘ schnell zugreifen, bevor fast alles weg ist:

Der Winter zeigt schon seine ersten Pulverschneespuren – Zeit für wärmere Gefilde:

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Und wer bis hierhin sich durchgelesen hat, kann auch einen Kommentar schreiben!

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